Induktive Wärmebehandlung

Materialauswahl

Unter der Bezeichnung "Stähle für Oberflächenhärtung" findet man im Stahlschlüssel eine Gruppe von Stählen, die aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung und ihrer Gefügevorbehandlung besonders gut für das Randschichthärten geeignet sind. Für Induktionshärtung am besten geeignet sind Vergütungsstähle mit niedrigen Legierungsgehalten wie z. B. C45, C35 , 42CrMo4, C60.
Unter Berücksichtigung bestimmter Randbedingungen kann man durchaus auch andere Stähle Induktionshärten:

  • aufgekohlte Automaten- und Einsatzstähle
  • Baustähle (direkt oder aufgekohlt, je nach chem. Zusammensetzung)
  • möglichst niedriglegierte Federstähle, Werkzeugstähle, Wälzlagerstähle, rostfreie Stähle

 

Sehr gut geeignet sind Stähle mit Kohlenstoffgehalten zwischen 0,4 und 0,6 %, die als Wasser-, Luft- oder ggf. Ölhärter ausgewiesen sind.
Durch eine vorgelagerte Wärmebehandlung (Normalisieren, Vergüten) müssen vor dem Härten Grobkorngefüge beseitigt und der Kohlenstoff gebunden werden. Herstellungsbedingte ferritische Randschichten müssen ggf. durch eine Zerspanung entfernt werden.
Einige Gußwerkstoffe sind ebenfalls härtbar. Jedoch sollte der Kohlenstoff nicht als Graphit, sondern in gebundener Form vorliegen (Perlit - Zementit). Induktiv härtbar sind Stahlguß, Temperguß oder Grauguß.
Bei härtetechnischen Unklarheiten, wie technisch möglicher Verlauf der Härtezone oder die Einhärtetiefe, aber auch bei der Auswahl von dem richtigen Stahl, empfiehlt sich ein frühzeitiger Kontakt mit uns. Weitere Informationen finden Sie hier. Wir beraten Sie gern.

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